Lesegottesdienst fĂŒr den Sonntag 11.10.2020 (18. Sonntag nach Trinitatis)
BegrĂŒĂung (Wiederholung vom 04.10.2020)
Liebe Gemeinde,
ich begrĂŒĂe Sie mit dem altvertrauten Psalmvers
âAller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.â (Psalm 145,15)
Dieser Psalmvers weist uns auf das Erntedankfest hin.
Gerade an so einem besonderen Tag fehlt uns die bunte frohe Gemeinschaft, wie wir sie sonst in unseren Erntedankgottesdiensten erleben.
Aber die steigenden Corona-Infektionszahlen erfordern eher wieder zunehmende Vorsicht.
Dennoch haben wir Grund zum Erntedank. Auch in dieser Krisenzeit lÀsst Gott die Pflanzen wachsen und gedeihen.
Gerade wir haben immer noch genug, ja sogar reichlich zu essen. Wir wissen, dass das nicht ĂŒberall auf der Welt so ist.
Deshalb haben wir trotz der Corona-Krise genug Grund zur Dankbarkeit.
Diesem wollen wir heute im Gottesdienst Ausdruck verleihen.
In dieser Dankbarkeit wissen wir uns verbunden mit allen Christen, die heute in ihren Kirchen Erntedank feiern und mit den Christinnen und Christen in unserer Gemeinde, die heute zu Hause mit uns Gottesdienst feiern und im Gebet mit uns verbunden sind,
im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen!
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
 Singen, lesen oder hören Sie: Auf, Seele, Gott zu loben EG 690
Psalm
In dem Buch der Psalmen stehen auch viele sogenannte Schöpfungspsalmen. Gebete, in denen die Psalmbeter Gott fĂŒr seine gute Schöpfung loben und danken. Wir beten mit einigen Versen aus dem Psalm 104.
Psalm       104,1.10-15.27-30.33 (Neue Genfer Ăbersetzung)
1Preise den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, groĂ und erhaben bist du,
mit Herrlichkeit und Pracht hast du dich bekleidet.
10Auf Gottes Befehl hin ergieĂen sich Quellen in die FlusstĂ€ler,
zwischen den Bergen schlÀngeln sich ihre WasserlÀufe.
11Sie trÀnken die Tiere des freien Feldes,
Wildesel löschen dort ihren Durst.
12Da finden auch die Vögel ihre NistplÀtze,
zwischen den Zweigen lassen sie ihre Stimme ertönen.
13Von seinen Wohnungen in der Höhe aus bewÀssert Gott die Berge.
Von der Frucht, die seine Werke hervorbringen, wird die Erde gesÀttigt.
14Gras lĂ€sst er hervorsprieĂen fĂŒr das Vieh
und allerlei Pflanzen fĂŒr den Bedarf des Menschen,
damit dieser aus dem Schoà der Erde sein tÀgliches Brot gewinnt.
15Er schenkt Wein, der das Herz des Menschen erfreut,
Ăl, mit dem er sein Gesicht pflegt,
und Brot, das sein Herz stÀrkt.
27Alle Lebewesen hoffen auf dich,
dass du ihnen ihre Speise gibst zur rechten Zeit.
28Du gibst sie ihnen, sie sammeln alles ein.
Du öffnest Žfreigebig` deine Hand,
und sie werden satt von ÂŽdeinen` guten Gaben.
29Doch wenn du dein Angesicht verbirgst, dann erschrecken sie.
Entziehst du ihnen den Lebensatem,
so scheiden sie dahin und werden wieder zu Staub.
30Entsendest du deinen Lebensatem, dann werden sie geschaffen.
Und so erneuerst du den Anblick der Erde.
33Zur Ehre des HERRN will ich singen mein Leben lang,
fĂŒr meinen Gott musizieren, so lange ich bin.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Kyrie-Gebet
Gott, heute feiern wir Erntedank.
Doch an vielen Tagen des Jahres vergessen wir zu danken:
fĂŒr das, was uns unserer HĂ€nde Arbeit eingebracht hat;
fĂŒr das, was wir an geglĂŒckten Beziehungen erleben;
fĂŒr Heilung von Krankheit oder Schmerz.
Gott wir vergessen immer wieder,
dass unser BemĂŒhen ohne deinen Segen nichts wert ist.
Wir rechnen uns alles gern als unseren eigenen Verdienst an.
Und darĂŒber vergessen wir oft, dich zu loben.
Gott, wenn wir ernten konnten,
dann lass uns die nicht aus dem Blick verlieren,
die vielleicht keine Ernte einbringen konnten.
Es fÀllt uns immer wieder schwer zu teilen und abzugeben,
gerade wenn wir selbst hart dafĂŒr gearbeitet haben.
Wir bitten dich:
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich ĂŒber uns.
Gnadenspruch
Gott hat seine Hand aufgetan und sich erbarmt, denn
Solange die Erde steht soll nicht aufhören Saat u nd Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Amen!
Gebet
Guter Gott,
aus deiner Hand kommt alles Leben,
durch deine GĂŒte erhĂ€ltst du unser Leben.
Du lĂ€sst die FrĂŒchte des Feldes gedeihen,
Zeichen deiner Liebe, die Himmel und Erde, Zeit und Ewigkeit umfÀngt.
GieĂ deinen Segen aus ĂŒber die ganze Welt,
dass in den FrĂŒchten der Erde deine GĂŒte erfahren wird.
Dir sei Ehre und Preis in Ewigkeit. Amen.
Singen, lesen oder hören Sie: EG 502 Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit
Einleitung zum Evangelium
Wunderbar ist, was hier geschieht.
4000 Menschen, sieben Brote, einige Fische â und alle werden satt.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, hat Jesus einmal gesagt. Wohl wahr!
Es ist mehr, was die Menschen erfĂŒllt und am Ende zufrieden nach Hause gehen lĂ€sst.
Das haben sie offenbar in diesem Moment in der WĂŒste erlebt.
Markus erzÀhlt es in seinem Evangelium so:
Evangelium: Markus 8,1-9
1 Zu der Zeit, als wieder eine groĂe Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die JĂŒnger zu sich und sprach zu ihnen: 2 Mich jammert das Volk, denn sie haben nun drei Tage bei mir ausgeharrt und haben nichts zu essen. 3 Und wenn ich sie hungrig heimgehen lieĂe, wĂŒrden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. 4 Seine JĂŒnger antworteten ihm: Wie kann sie jemand hier in der WĂŒste mit Brot sĂ€ttigen? 5 Und er fragte sie: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. 6 Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen JĂŒngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. 7 Und sie hatten auch einige Fische, und er dankte und lieĂ auch diese austeilen. 8 Sie aĂen aber und wurden satt und sammelten die ĂŒbrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. 9 Und es waren etwa viertausend; und er lieĂ sie gehen.Â
Halleluja
Lobet den Herrn!
Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding,
ihn loben ist lieblich und schön.         (Psalm 147,1)
Halleluja.
Apostolisches Glaubensbekenntnis
Singen oder hören Sie: EG 508 Wir pflĂŒgen und wir streuen
Predigt
anlĂ€sslich der Ausstellung âPflanzen der Bibel. Belebend. Heilend. NĂ€hrendâ
Liebe Gemeinde!
Der Herbst ist da und mit ihm das Erntedankfest.
Der Sommer ist vorbei.
Das Obst von den BĂ€umen gepflĂŒckt. Die Beeren gesammelt, die meisten Felder abgeerntet und die meisten Blumen verblĂŒht.
Grund genug âDankeâ zu sagen.
Was fĂŒr ein wunderbarer Schatz sind all die Pflanzen, die Gott auf dieser Erde wachsen lĂ€sst, damit sie uns nĂ€hren, aber auch heilen und beleben.
Schon die Bibel berichtet uns von ĂŒber 100 Pflanzenarten.
Viele davon sind uns auch heute noch bekannt.
Da gibt es Gerste und Ur-Weizen,
Alraune und Aloe Vera,
ApfelbÀume, Dattelpalmen, und Feigen,
Weinstöcke und Granatapfel,
Johannisbrotbaum, Linsen und OlivenbÀume,
Brennessel, SchwarzkĂŒmmel, Senf und Kamille,
Flachs, Gras und Papyrus,
Lorbeer und Myrrhe,
Klatschmohn, Disteln und Lilien.
Und viele, viele mehr.
Wir backen mit dem Getreide, machen die Speisen schmackhaft mit den KrĂ€utern und GewĂŒrzen, essen das Obst oder machen Saft oder Wein und nutzen manche Lebensmittel oder KrĂ€uter zum heilen und beleben.
In der Bibel erzĂ€hlen uns die Pflanzen auch von den LebensumstĂ€nden und der Kultur der Menschen im biblischen Israel: Was die Menschen gegessen und wie sie Ackerbau betrieben haben â und auch, was sie von der Heilkunst verstanden.
Feigen und Oliven gehörten zu den Grundnahrungsmitteln.
An der Verwendung von Oliven lÀsst sich gut verdeutlichen, wie vielfÀltig schon vor 2000 Jahren die Pflanzen genutzt wurden.
Olivenöl wurde z.B. versetzt mit anderen Bestandteilen wie Zimt und Myrrhe und fĂŒr Salbungen von Königen, Priestern und Propheten verwendet.
Auch heute wurde wieder entdeckt, wie wertvoll Olivenöl fĂŒr unsere Speisen ist, aber auch fĂŒr Seife und heilende Wirkung.
âVon der FuĂsohle bis zum Haupt ist nichts Gesundes an euch, sondern Beulen und Striemen und frische Wunde, die nicht gereinigt noch verbunden noch mit Ăl gelindert sind“, heiĂt es im Buch Jesaja (Jesaja 1,6).
Denn schon in biblischer Zeit wurde die Olive als Heilpflanze eingesetzt, weil man ihr entzĂŒndungs-hemmende und stĂ€rkende Wirkung nachsagt.
Deshalb wurde sie z.B. bei Hautverletzungen angewendet.
Zumindest zur hautpflegenden Wirkung wird sie auch heute wieder oft eingesetzt.
Auch der barmherzige Samariter behandelt die Wunden des Verletzten mit Ăl und Wein, bevor er sie verbindet.
Wein wurde frĂŒher auch oft mit anderen HeilkrĂ€utern vermischt. Diese lösten sich im Wein und wurden schneller resorbiert.
DafĂŒr reichten allerdings kleinste Mengen Alkohol, also keine Empfehlung, deshalb reichlich Wein zu trinken.
Das bekannteste Beispiel aus der Bibel ist sicherlich der mit Myrrhe gewĂŒrzte Wein, der Jesus bei seiner Kreuzigung gereicht wurde, um seine Schmerzen zu lindern. Myrrhe hat nicht nur eine desinfizierende und schleimlösende Wirkung, sondern wirkt auch entzĂŒndungshemmend und fiebersenkend. Heute wird Myrrhe vorwiegend in der Zahnpflege verwendet oder als Tinktur bei EntzĂŒndungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut.
In der Klostermedizin, z.B. bei Hildegard von Bingen, fanden auch andere HeilkrĂ€uter aus der Bibel wie KĂŒmmel, Knoblauch, Brennessel und Lorbeer Verwendung.
Selbst heute noch sind viele Heilpflanzen aus der Bibel wichtiger Bestandteil in der modernen Naturheilkunde oder werden von der Wellnessindustrie vermarktet. So ist Aloe Vera heutzutage nicht nur in Cremes und GetrÀnken zu finden sondern sogar in Kaugummis.
Und hinter all diesen wunderbaren Pflanzen steckt das schöpferische Handeln Gottes.
Keine Pflanze könnte der Mensch anbauen und pflanzen, wenn nicht dieses schöpferische Handeln Gottes schon da wĂ€re. Wenn nicht Regen und Sonnenschein, WĂ€rme und KĂ€lte, Tag und Nacht sich abwechseln wĂŒrden.
Bei allem Lob ĂŒber Gottes Schöpfung will ich natĂŒrlich nicht vergessen:
Viele, viele HĂ€nde arbeiten daran, dass Felder bestellt und Blumen gepflanzt werden.
Gott schmeiĂt die Pflanzen nicht einfach so vom Himmel, sondern es muss eine Menge menschliche Arbeit hinzukommen. Es muss gesĂ€t und gepflanzt, gepflegt und auch mal kĂŒnstlich gewĂ€ssert werden, wenn der Regen ausbleibt.
Dann erst kann das Wunder der Schöpfung den Menschen auch zugute kommen.
Das heiĂt aber auch: Wir haben die Verantwortung dafĂŒr, dass es auch fĂŒr kĂŒnftige Generationen wachsen und blĂŒhen kann.
Mit allem was dazu gehört, um diese Schöpfung zu erhalten, auch wenn das mal eigene persönliche EinschrÀnkungen bedeutet, um den Klimawandel aufzuhalten und Gottes Schöpfung zu bewahren.
Deshalb ist es wichtig, das Staunen nicht zu vergessen.
Wir sollten die Pflanzen um uns herum und alles, was daraus entsteht, unser tĂ€gliches Brot, nicht selbstverstĂ€ndlich nehmen. Gott hat sie uns anvertraut. Aus Dankbarkeit sollten wir gut damit umgehen und sie bewahren, sie hegen und pflegen und dafĂŒr sorgen, dass unsere Umwelt nicht zerstört und verschmutzt wird.
Am Erntedankfest gehören Staunen ĂŒber Gottes Schöpfung und Lob und Dank an Gott fĂŒr diese Schöpfung zusammen.
Der Psalm 104, den wir vorhin gebetet haben, der versucht das.
Der Psalmist zĂ€hlt die Werke der Schöpfung auf und immer wieder kommt er dazu, Gott fĂŒr seine wunderbaren Taten zu loben.
Ich denke manchmal: Wenn heute einer einen Schöpfungspsalm schreiben wĂŒrde, dann kĂ€me er nicht mit einer Bibelseite aus, denn durch die Naturwissenschaften wissen wir heute soviel ĂŒber die ZusammenhĂ€nge der Natur, wir sehen immer deutlicher, wie durchdacht alles ist, wie perfekt in der Schöpfung alles zusammenarbeitet, dass wir aus dem Staunen und Loben gar nicht wieder herauskommen.
Denn ich glaube, dass diese komplexen Systeme, die unser Leben ausmachen, nicht von allein entstanden, sondern Gottes guter Schöpfung entsprungen sind.
Wer Gott, dem Schöpfer dankt, kann Gottes Werk nicht der Zerstörung durch andere preisgeben, sondern muss sich einsetzen fĂŒr die Erhaltung dieser wundervollen Natur, der Umwelt, dem Ăkosystem Erde oder kurz der Schöpfung Gottes.
Nicht Beherrschung, sondern Liebe und Gemeinschaft mit der Natur hat schon der berĂŒhmte Mathematiker Blaise Pascal im 17. Jh. gefordert.
Wenn der Mensch ein Teil dieser Schöpfung ist, die er erhalten und bewahren muss, dann gilt dies auch fĂŒr den Umgang mit den Mitmenschen, die Mitgeschöpfe sind.
Das ist der dritte Aspekt des Erntedankfestes. Dass wir neben aller Dankbarkeit den Blick nicht verlieren, dass zur Bewahrung der Schöpfung auch der Einsatz fĂŒr den Frieden, die Mitmenschen und die gerechte Verteilung der Gaben gehört.
Am Erntedankfest erinnern wir uns deshalb auch an die ethische Botschaft Jesu, wie er sie uns in der Geschichte der Speisung der 4000, wie wir (Sie) sie heute im Evangelium gehört (gelesen) haben, vorlebt.
Wenn wir die guten Gaben der Schöpfung Gottes weltweit miteinander teilen, dann erfĂŒllen wir den Willen Gottes.
Amen!
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Singen, lesen oder hören Sie: EG 677 Die Erde ist des Herrn
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 AbkĂŒndigungen (Wiederholung vom 04.10.2020)
Dieser Gottesdienst wird anlĂ€sslich der Ausstellung âPflanzen der Bibelâ am 04. Oktober 2020 in der Gnadenkirche und am 11. Oktober 2020 in der Martinskirche gehalten. Deshalb wird es am kommenden Sonntag keinen Lesegottesdienst geben.
Danach habe ich Urlaub. Pfarrer Irle und Frau Hamann werden die Gottesdienste in Gnadenkirche und Martinskirche halten, aber auch da wird es keine Lesegottesdienste geben.
Der nÀchste Lesegottesdienst wird deshalb erst zum 1. November erscheinen. Dieser Gottesdienst wird der Gottesdienst zum Reformationstag am 31.10.2020 sein.
Dieser Gottesdienst wird dann in der Martinskirche gehalten, da in der Gnadenkirche fĂŒr die Konfirmandinnen und Konfirmanden vom 30.10. â 03.11. ein Escape-Room zu Luther und der Reformation aufgebaut werden wird.
FĂŒrbittengebet
Und nun wollen wir in der Verbundenheit mit unserer Gemeinde und den Christen in der Welt still werden und Gott bitten:
Jesus lehrt uns beten:
âUnser tĂ€gliches Brot gib uns heute!â
Wir danken heute fĂŒr das Brot, fĂŒr die Nahrung fĂŒr Leib und Seele und bitten Gott, dass er seine Nahrung fĂŒr Leib und Seele allen Menschen schenkt.
Wir denken an die Menschen, die wenig oder gar nichts zu essen haben.
Guter Gott hilf uns, mit den Hungernden zu teilen.
Wir denken an die Menschen, die Gottes gute Schöpfung verschmutzen oder zerstören, ihren MĂŒll einfach in die Natur werfen, Abwasser in FlĂŒsse und Meere leiten und Rohstoffe ausbeuten.
Guter Gott, hilf uns achtsam zu werden, wo wir MĂŒll und Verschmutzung vermeiden können.
Schenke den Verantwortlichen in der Wirtschaft und Politik Ideen und Willen zu einem schonenden Umgang mit deiner Schöpfung.
Wir denken an die Menschen, die direkt oder indirekt in und fĂŒr die Landwirtschaft arbeiten, damit wir tĂ€glich zu essen haben.
Guter Gott, lass uns dankbar sein fĂŒr die Arbeit, die andere fĂŒr uns tun und ihre Nahrungsmittel fĂŒr uns entsprechend wert schĂ€tzen.
Wir denken an die Menschen, die ihre Gaben nutzen, um deine Schöpfung zu bewahren.
Guter Gott, schenke den Menschen, die sich fĂŒr die Bewahrung von Klima und Umwelt einsetzen Kraft fĂŒr ihr Engagement.
Wir denken an die Menschen in unserer Kirchengemeinde, die belastet sind durch Trauer oder Einsamkeit, Krankheit oder Leid.
Guter Gott schenke uns Zeit und Ideen, wie wir auch mit Ihnen Gemeinschaft erfahrbar machen können.
Guter Gott wir wollen dich loben und preisen fĂŒr deine Gaben mit dem Gebet, dass Jesus Christus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel,
       geheiligt werde dein Name.
       Dein Reich komme.
       Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
       Unser tÀgliches Brot gib uns heute.
       Und vergib uns unsere Schuld,
         wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
       Und fĂŒhre uns nicht in Versuchung;
         sondern erlöse uns von dem Bösen.
       Denn dein ist das Reich und die Kraft,
         und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Singen, lesen oder hören Sie: EG 461 Aller Augen warten auf Dich
Segen
Der Herr mache hell deine Tage.
Er lenke einen Sonnenstrahl in dein Herz,
wenn das Dunkel dich Àngstigt.
Er lenke einen Sonnenstrahl in deine Seele,
wenn die Nacht dich umfÀngt.
Ăberall und auf allen Wegen
möge dich sein strahlendes Licht
fĂŒhren und begleiten. Amen.
Und jetzt noch ein kleiner Nachtrag:
Kennen Sie die amerikanische Version unseres traditionellen Erntedankliedes âWir pflĂŒgen und wir streuenâ? Der Text wurde ziemlich genau ĂŒbersetzt, die Melodie ein bisschen verĂ€ndert. In Amerika heiĂt es
âAll Good Giftsâ.
(mit Video zum Mitsingen)
Bekannt wurde diese Version ĂŒbrigens durch das 70er Jahre âFlower-Powerâ Musical âGodspellâ in dem sich 10 junge Leute auf die Suche nach dem christlichen Glauben machen und dabei Geschichten aus dem Leben Jesu nach dem MatthĂ€usevangelium kennenlernen.
Der Gottesdienst wurde zusammengestellt von Pfarrerin A. Ludwig
© Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg Drensteinfurt











