Lesegottesdienst für den Sonntag 20.09.2020 (15. Sonntag nach Trinitatis)

Begrüßung                                             

Ich begrüße Sie ganz herzlich zu diesem Lesegottesdienst.
Wir feiern heute in der Gnadenkirche und in der Martinskirche >Kirche mit Kindern<. Diesen Gottesdienst können Sie mit diesem Lesegottesdienst zu Hause feiern.
Die Kinderlieder, die wir im Gottesdienst hören werden, sind leider weder im Gesangbuch noch auf youtube. Deshalb habe ich sie für den Lesegottesdienst durch Gesangbuchlieder ergänzt oder ersetzt.

Die Kinder aus dem KA 3 haben sich beim Konfi-Treffen intensiv mit der Bedeutung und der Feier des evangelischen Abendmahls beschäftigt. Deshalb wird der Gottesdienst heute noch mal Aspekte vom Abendmahl aufgreifen.
In unseren Gottesdiensten können wir im Moment noch nicht wieder Abendmahl feiern, aber wir wollen uns heute der Gemeinschaft mit Jesus und untereinander vergewissern.

Liturgische Eröffnung                          

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes,
der uns schützt wie ein Haus
(mit den Armen ein Dach über dem Kopf formen),
der uns trägt, wie fester Boden unter den Füßen,
(mit den Füßen ein paar feste Schritte auf dem Platz machen),
der uns miteinander verbindet und nahe ist wie liebe Menschen.
(Arme vor der Brust kreuzen.)
Amen.

Singen, lesen oder hören Sie: EG 645 Lasst uns miteinander


Einleitung Kyriegebet                          
Gott dürfen wir alles sagen. Was uns freut, wofür wir dankbar sind, was uns wütend oder traurig macht und wo wir selbst Fehler gemacht haben.
Dann bitten wir Gott, dass er uns zuhört, dass er hilft und dass er uns vergibt. Das machen wir mit einem alten Wort. Erbarmen.

Kyriegebet

Weil du, Gott, uns geschaffen hast, uns speist und liebst,
weil du unsere Stimmen erkennst, rufen wir heute zu Dir:
Gott, erbarme dich.

Wir vertrauen dir an, was uns bedrückt,
wo wir Ungerechtigkeit erfahren, Leid in der Welt sehen und bedrohten Frieden.
Darum rufen wir heute zu Dir: Gott, erbarme dich.

Du, Gott, nimmst uns mit unseren Fehlern und Schwächen an,
wir nennen dir in der Stille, was uns belastet – kleine Pause -, und bitten dich um Vergebung.
Darum rufen wir heute zu Dir: Gott, erbarme dich.


Gnadenzusage                   

Jesus Christus sagt zu uns, um uns Trost und Hoffnung zu schenken:
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern. Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“
(Johannes 6,35. Basisbibel)
Damit sagt er uns, dass unser Glaube an Jesus Christus, die wichtigste Grundlage für unser Leben ist.

 Singen oder hören Sie: Halleluja, das ist das Wort mit dem man am besten


oder Singen, lesen Sie: EG 182 Halleluja, Halleluja

Gebet                                    
Gott, du bewahrst Leben,
aus deiner Hand kommt alles,
was wir zum Leben brauchen.
Schenk uns Brot,
dass unseren Hunger an Leib und Seele stillt,
damit wir in Frieden das Leben miteinander teilen.
Das bitten wir dich im Namen Jesu Christi.
Amen.

Die Erzählung von Zachäus Begegnung mit Jesus
(nach Lukas 19,1-10)

Heute möchte ich Euch die Geschichte von Zachäus erzählen.
Ihr müsst wissen: Zachäus hatte es nicht leicht in seinem Leben. Er war immer etwas kleiner als die andern.
Als Kind, war er kleiner als die meisten Kinder in seinem Alter.
Als Jugendlicher fiel es dann schon ganz stark auf. Er wurde gehänselt und ausgelacht. Nur weil er kleiner war, war er ein Außenseiter und fand nicht so recht Freunde.
Er wurde einsam und traurig.
Und irgendwann hat Zachäus aufgehört zu wachsen, so wie alle Menschen. Aber er blieb eben recht klein.
Was sollte er nun machen? Er brauchte einen Beruf?
Da dachte er sich: wenn mich sowieso keiner mag, dann kann ich auch Zöllner werden. Ich kann gut rechnen und bin ziemlich schlau.
Zöllner sind auch nicht besonders beliebt, weil sie den Menschen Geld abnehmen für die Waren, die sie in die Stadt bringen. Aber man kann mit dem Beruf reich werden.
Dann werde ich eben ein reicher Mann. Vielleicht bin ich dann nicht mehr so traurig und einsam.

Und nun lebt er in Jericho. Zachäus der Zöllner.
Leute bringen Waren in die Stadt. Sie müssen bei Zachäus Zoll bezahlen, sonst dürfen sie nicht hinein.
Zachäus nimmt mehr Geld, als er eigentlich nehmen sollte.
Aber die Menschen können nichts dagegen machen.
Es ist seine Entscheidung, wieviel Zoll er nimmt. Eine bestimmte Summe muss er dem Staat geben, den Römern, und den Rest behält er selbst.
Er ist reich, aber gut geht es ihm nicht. Er ist einsam und traurig. Er hätte lieber Freunde.
Da hört Zachäus, dass Jesus in der Stadt ist.
Überall erzählen sich die Menschen: „Jesus ist da, wir wollen zu ihm gehen“.
Zachäus möchte Jesus auch unbedingt sehen.

Er läuft zu Jesus, aber er kann ihn nicht sehen.
Die Menschen stehn ihm im Weg. Er ist mal wieder – zu klein.
Jesus geht weiter. Zachäus läuft ihm schnell voraus. Dort ist ein Baum!
Zachäus klettert auf den Baum!
Jetzt kann er Jesus sehen, wenn er vorbeikommt.

Jesus kommt am Baum vorbei.
Was ist das? Er sieht nach oben in den Baum.
Er sieht Zachäus freundlich an und sagt:
„Komm schnell herunter!
Ich will heute zu Dir in dein Haus kommen.“
Zachäus braucht einen Moment, bis er kapiert, was da passiert:
Jesus redet mit ihm. Macht er sich über ihn lustig? Nein, so klingt das nicht.
Er will ihn, Zachäus, besuchen. Ihn, den sonst keiner besuchen kommt.

Schnell klettert Zachäus vom Baum herunter.

Zachäus führt Jesus in sein Haus.
Er freut sich so sehr, dass Jesus zu ihm kommt und mit ihm auch noch andere Menschen.
Schnell deckt er den Tisch und bereitet den Gästen ein gutes Essen.

Draußen vor dem Haus stehen die Leute.
Sie haben gesehen, dass Jesus zu Zachäus geht.
Sie ärgern sich. Sie schimpfen über Zachäus:
„Zachäus nimmt zu viel Geld. Er ist ein Betrüger. Wir wollen nichts mit ihm zu tun haben.
Jesus darf nicht zu Zachäus, dem Betrüger gehen.“

Jesus hört das, aber ihn stört das nicht. Er weiß, dass jeder Mensch eine Chance bekommt vor Gott seine Fehler zu sagen.
Er weiß, dass Gott dem Menschen dann vergibt, wenn er sein Leben dann ändert.
Aber das geht oft nur, wenn jemand zuhört und hilft.

So ist es auch bei Zachhäus.
Jesus hört ihm zu.
Zachhäus sagt:
„Ich habe Unrecht getan.
Die Hälfte von meinem Geld gebe ich nun den armen Menschen.
Wer zu viel bezahlt hat, der soll es zurück bekommen.“
Zachäus hat alles gut aufgeschrieben. Er weiß, was jeder bezahlt hat.

Jesus sagt zu Zachäus:
„Heute ist ein glücklicher Tag für dich.
Gott freut sich über dich.
Er freut sich, dass Du deine Fehler eingesehen hast.
Jeder darf zu Gott kommen und neu anfangen.“

Genauso wie Zachäus nochmal neu anfangen konnte, können wir neu anfangen, wenn wir Fehler machen.
Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen.
Er lädt uns ein an seinen Tisch.
Amen!


Singen, lesen oder hören Sie: EG 333 Danket dem Herrn


Einleitung Glaubensbekenntnis                   

Wir glauben, dass Gott uns lieb hat.
Wir vertrauen auf ihn.
Deshalb erinnern wir uns im Gottesdienst immer wieder daran, woran wir gemeinsam glauben.
Diese Vergewisserung stärkt uns für die kommende Woche.

Großes Glaubensbekenntnis (nach Kindergesangbuch S. 330)                     

Ich glaube an Gott.
Er ist wie ein liebender Vater
und eine liebende Mutter.
Er hat die ganze Welt und auch mich erschaffen.

Ich glaube an Jesus Christus, seinen Sohn.
Er versteht alle meine Sorgen.
Ich weiß, er hat mich lieb.
Für mich ist er am Kreuz gestorben
und vom Tode auferstanden.

Ich glaube an den Heiligen Geist.
Er ist Gottes gute Kraft in meinem Leben.
Durch die Taufe bin ich Gottes Kind
und gehöre zur Gemeinschaft der Kirche.

Amen!

Singen, lesen oder hören Sie: EG 337 Lobet und preiset

Hören Sie: Kindermutmachlied


Einleitung                            

Jesus von Nazareth, unser Christus,
Gottes Sohn kam zur Welt.
Er ging nicht nur zu den Reichen.
Er ging zu den Ausgestoßenen und denen, die am Rand standen.
Unterschiede, Verbote und Gegensätze kümmerten ihn nicht.
Er sucht sie alle auf, kehrte bei allen ein.
Er sagte: „Wir sind eine Familie!“
Als sichtbares Zeichen für die Gemeinschaft unter den Menschen
aß und trank er mit ihnen.

Bildbetrachtung        

Jesus Christus steht im Vordergrund.
Er breitet seine Arme aus, liebevoll und segnend.
In der linken Hand hält er das Brot und in der Rechten hand hält er den Kelch.
Die Arme empfangend ausgebreitet,
bereit zu geben, sich zu geben,
bereit zu schenken, zu verschenken, sich zu verschenken
im Brot des Lebens und
im Kelch des Heils für dich und mich und uns und alle.
Wer von diesem Brot ist und aus diesem Kelch trinkt, der verkündigt Jesu Tod und Auferstehung.
Wer ihm glaubte und glauben wollte, folgte diesem Beispiel,
weil Jesus uns auftrug, ebenso zusammen zu essen und zu trinken.
So begannen sie, das Abendmahl zu feiern.
Es erinnert uns daran,
dass wir uns um Gottes Willen zusammensetzen sollen an einen Tisch
und dass wir in Gottes Namen miteinander teilen können.
Nicht nur am Sonntag, sondern auch im Alltag.

Deshalb teilen wir Brot und reichen uns den Kelch, erinnern uns an Jesus Christus, Ursprung und Ziel unseres Lebens. Er hat uns dazu eingeladen.

 

Singen, lesen oder hören Sie: EG 225 Komm, sag es allen weiter


Abkündigungen                                    
Besonders hinweisen möchte ich auf unsere Ausstellung:

Pflanzen der Bibel.
Heilend. Belebend. Nährend.
40 textile Pflanzen der Bibel. Eine Patchwork-Ausstellung

Gnadenkirche Ascheberg, Hoveloh 1

  1. Oktober 2020 15.00 Uhr – 21.00 Uhr
  2. Oktober 2020 13.00 Uhr – 18.00 Uhr

Martinskirche Drensteinfurt, Bahnhofstr. 12

  1. Oktober 15.00 Uhr – 21.00 Uhr
  2. Oktober 13.00 Uhr – 18.00 Uhr

In der Ausstellung gilt die Maskenpflicht und die Handdesinfektion, sowie der Eintrag in die Rückverfolgungsliste.
Gute Durchlüftung und geregelter Eingang werden dafür sorgen, dass Sie entspannt und so sicher wie derzeit möglich durch die Ausstellung bummeln können.


Einleitung Fürbittengebet

Jetzt wollen wir an die Menschen denken, die heute nicht hier bei uns sind, denen wir dennoch Gottes Segen und Begleitung wünschen.

Das können Menschen aus unseren Familien sein. Das können Menschen aus unserer Kirchengemeinde sein.
Das können Menschen sein, deren Leid und Not wir nur aus den Nachrichten in Fernsehen und Internet kennen.

Für alle diese Menschen wollen wir Gott bittet, dass er sie begleitet und beschützt und damit wir Ideen bekommen, wie wir Ihnen helfen können.


Fürbittengebet

Lieber Gott!
Wir bitten dich für die Menschen, die einsam und traurig sind!
Lass sie Menschen finden, die für sie da sind, sie trösten und zu Wegbegleitern und Freunden werden.

Wir bitten dich für die Menschen, denen niemand richtig zuhört!
Lass sie Menschen finden, die sich Zeit für sie nehmen und ihre Ohren und Herzen weit öffnen.

Wir bitten für die Menschen, die nur das Notwendigste zum Leben haben und oft hungrig und durstig bleiben.
Lass sie Menschen finden, die zum Abgeben und Teilen bereit sind.

Wir bitten dich für die Menschen, die auf der Flucht sind.
Lass sie einen sicheren Ort zum Leben finden und Menschen begegnen, die sie herzlich willkommen heißen und sie unterstützen.

Wir bitten dich für die Menschen, die Fehler gemacht haben und diese bereuen.
Lass sie Menschen finden, die sich nicht abwenden, sondern ihnen eine neue (zweite) Chance geben.

Wir bitten dich für uns:
Lass uns unseren Mitmenschen so begegnen und so handeln, wie Jesus es uns durch sein Beispiel gezeigt hat! Amen.

Dafür loben wir dich, und beten gemeinsam:


Vater unser
Vaten unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung;
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft,
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

­


Segen
Gott, unser Vater, segne und behüte dich
Jesus Christus lehre dich,
ein freundlicher Mensch zu sein
Gottes Geist berühre und bewege dich
So segne Dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen!


Singen, lesen oder hören Sie: EG 171 Bewahre uns Gott


Der Gottesdienst wurde zusammengestellt von Pfarrerin A. Ludwig
© Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg Drensteinfurt

1 Kommentar

  1. Gottes wille führt mich nicht an einen ort,an dem Gottes Gnade weil von mir entfernt ist ✝

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