Lesegottesdienst für den 1. Sonntag der Passionszeit (Invokavid) 21.02.2021

Begrüßung
Ich begrüße Sie ganz herzlich zu diesem Gottesdienst am 1. Sonntag der Passionszeit. Passion kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie: ‚leiden‘, ‚erleiden ‚durchstehen‘, aber auch ‚erleben‘ und ‚erdulden’.

Seit fast einem Jahr erleben wir nun so eine allgemeine Passionszeit, eine Leidenszeit. Jede und jeder einzelne hat in seinem Leben immer wieder seine ganz persönlichen Passionszeiten.

Wenn wir jetzt vom Beginn der Passionszeit sprechen, dann ist das eine Zeit in der wir uns in besonderer Weise auf die Passionszeit, die Leidenszeit Jesu Christi konzentrieren.
Auch wenn wir derzeit immer wieder von der Pandemie und der damit verbundenen Leidenszeit eingeholt werden, dann wollen wir gerade in dieser Zeit nicht den Blick auf Jesus Christus verlieren.
Deshalb ist es für uns eine Zeit, in der wir uns auf unseren christlichen Glauben besinnen.

Zur Liturgie sei noch erwähnt: in der Passionszeit fällt der Halleluja-Vers nach dem Evangelium weg.

Verbunden mit allen Christen, die heute in ihren Kirchen Gottesdienst feiern und mit den Christen in unserer Gemeinde, die heute zu Hause mit uns Gottesdienst feiern feiern wir diesen Gottesdienst

im Namen Gottes,
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen!
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Lied: EG 578 – Wo zwei oder drei

Wir beten mit Worten aus Psalm 91 (Ps 91,1-4a + 9-12)

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 
der spricht zu dem Herrn:
Meine Zuversicht und meine Burg,
mein Gott, auf den ich hoffe. 
Denn er errettet dich vom Strick des Jägers
und von der verderblichen Pest. 
Er wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.        
Denn der Herr ist deine Zuversicht,
der Höchste ist deine Zuflucht. 
Es wird dir kein Übel begegnen,
und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. 
Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Kyriegebet

Gott, wenn wir uns erinnern und zurückschauen
dann fallen uns nicht nur gelungene,
sondern auch falsche und verletzende Taten ein,
Zeiten, in denen wir für andere
eine schmerzliche Rolle gespielt haben,
Ereignisse, bei denen wir anderen Menschen wehgetan haben.
Wir sind schuldig geworden, als wir unsere Hand in den Schoß gelegt haben,
als wir unsere Hand nicht ausgestreckt haben, um Menschen zu helfen.
Oft belastet es uns,
wir versuchen in unserer Erinnerung all dies zu vergessen,
und doch wissen wir:
Wir können vor unseren Taten nicht weglaufen.
Wir sind und bleiben angewiesen auf Vergebung.
Deshalb bitten wir dich:

Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich über uns.

Lied: Lege deine Sorgen nieder (Sefora Nelson)

Liedtext:
Lege deine Sorgen nieder
Leg sie ab in meiner Hand
Du brauchst mir nichts zu erklären
Denn ich hab dich längst erkannt

Lege sie nieder in meine Hand
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meine Hand
Lege sie nieder, lass einfach los
Lass alles fall’n, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege deine Ängste nieder
Die Gedanken in der Nacht
Frieden gebe ich dir wieder
Frieden hab ich dir gebracht

Lege sie nieder in meine Hand
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meine Hand
Lege sie nieder, lass einfach los
Lass alles fall’n, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege deine Sünden nieder
Gib sie mir mit deiner Scham
Du brauchst sie nicht länger tragen
Denn ich hab für sie bezahlt

Lege sie nieder in meine Hand
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meine Hand
Lege sie nieder, lass einfach los
Lass alles fall’n, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege deine Zweifel nieder
Dafür bin ich viel zu groß
Hoffnung gebe ich dir wieder
Lass die Zweifel einfach los

Lege sie nieder in meine Hand
Komm, leg sie nieder, lass sie los in meine Hand
Lege sie nieder, lass einfach los
Lass alles fall’n, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege sie nieder in meine Hand
All deine Sorgen, all deine Ängste
Lege sie ab
Und lege sie nieder in meine Hand.
Nichts ist für deinen Gott zu groß.


Gnadenzusage
Jesus sagt zu den Menschen, die keine Kraft haben, ihren Weg zu gehen:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin für dich Gott.
Ich stärke dich, ich helfe dir auch,
ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. (Jes 41,10)
Amen!

Gebet
Unerforschlicher Gott,
manchmal machst du es uns schwer,
die Wahrheit zu finden.
Gib uns die Klarheit zu erkennen, was recht ist,
und den Mut abzulehnen, was falsch ist.
Lass nicht zu,
dass wir Entscheidungen aus dem Wege gehen,
sondern bring uns auf den Weg zu deinem Ziel.
Die sei Ehre in Ewigkeit. Amen.

Lied: Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt (Jörg Swoboda/Theo Lehmann)

Liedtext:

Ref.: Dass dein Wort in meinem Herzen
starke Wurzeln schlägt
und dein Geist in meinem Leben
gute Früchte trägt, deine Kraft
durch mich die Welt zu deinem Ziel bewegt,
Herr, du kannst dies Wunder tun.

1) Gut gemeint und schlecht gemacht,
oberflächlich ausgedacht ist so vieles.
Es verdorrt ohne dein Wort.

2) Erst komm ich und dann komm ich.
Pausenlos geht es um mich.
Was mich aus dem Strudel reißt,
ist, Herr, dein Geist.

3) Ist die Weiche falsch gestellt,
wird am Schluss das Ziel verfehlt.
Dass ein Mensch die Umkehr schafft,
wirkt deine Kraft.


Einleitung zum Evangelium
Aus Steinen Brot machen für die Hungernden; vor allen Menschen etwas Einmaliges tun; Herrscher sein über die ganze Weit – was für eine Versuchung für einen, der der Heiland der Welt sein will. Aber Jesus weiß, daß diese Art der Weitherrschaft vom Teufel kommt. Er widersteht der Versuchung, und die Engel dienen ihm. Matthäus erzählt davon im 4. Kapitel seines Evangeliums.

 Lesung     Matthäus 4,1-11 Jesu Versuchung
(Basisbibel)

 1Danach wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt. Dort sollte er vom Teufel auf die Probe gestellt werden.2Jesus fastete 40 Tage und 40 Nächte lang. Dann war er sehr hungrig.3Da kam der Versucher und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes bist, befiehl doch, dass die Steine hier zu Brot werden!«4Jesus aber antwortete:»In der Heiligen Schrift steht:›Der Mensch lebt nicht nur von Brot. Nein, vielmehr lebt er von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.‹«

5Dann nahm ihn der Teufel mit in die Heilige Stadt. Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempels6und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes bist, spring hinunter! Denn in der Heiligen Schrift steht:›Er wird seinen Engeln befehlen: Auf ihren Händen sollen sie dich tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹«7Jesus antwortete:»Es steht aber auch in der Heiligen Schrift:›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen!‹«

8Wieder nahm ihn der Teufel mit sich, dieses Mal auf einen sehr hohen Berg. Er zeigte ihm alle Königreiche der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit.9Er sagte zu ihm: »Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest!«10Da sagte Jesus zu ihm: »Weg mit dir, Satan! Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihn allein verehren!‹«11Daraufhin verließ ihn der Teufel. Und es kamen Engel und sorgten für ihn.

Amen!

 

Glaubensbekenntnis
Wenn Sie mögen, sprechen Sie hier das Apostolische Glaubensbekenntnis oder ein anderes Glaubensbekenntnis.

Lied: EG 347 – Ach bleib mit deiner Gnade

Predigt

Liebe Gemeinde,
Sind Sie, bist Du schon einmal zutiefst enttäuscht, ja sogar verraten worden?
Sehr wahrscheinlich. Diese Erfahrung muss wohl jede und jeder von uns in seinem Leben mal machen.

Wenn der Mensch, der uns enttäuscht und verraten hat aus dem engsten Freundeskreis kommt, dann verletzt es mich besonders heftig.

Ich erzähle Ihnen / Euch eine kleine Geschichte aus meiner Zeit als Pfarrerin in der Schulseelsorge:

Schnell hatte ich mitbekommen, dass die Stimmung in der Schüler/-innengruppe mit der ich arbeiten sollte angespannt war. Kaum jemand wollte etwas sagen. Ein Gespräch war nicht möglich. Die Blicke der Jugendlichen sprachen Bände. Was war geschehen?
Nach einiger Zeit hatte ich das Vertrauen der Jugendlichen gewonnen und sie erzählten mir, was ihnen auf der Seele lag, weil es das Klassenklima so sehr belastete.
In der Klasse war über eine Aktion für den nächsten Projekttag der Schule zum Thema Nachhaltigkeit abgestimmt worden.
Der Klassensprecherin lag eine bestimmte Aktion total am Herzen.
Immer wieder hatte sie sich mit ihrer besten Freundin darüber unterhalten. Ganz fest rechnete sie bei der Abstimmung mit ihrer Unterstützung. Doch dann bezog die Freundin plötzlich und völlig überraschend gegen die Klassensprecherin Stellung und stimmte für eine andere Aktion.
Die Klassensprecherin fühlte sich verraten und verkauft. Ausgerechnet die Person, der sie so bedingungslos vertraut hatte, fiel ihr in den Rücken!

Kennen Sie, kennt ihr auch solche Situationen?

Ich möchte Ihnen / Euch dazu das Evangelium für den heutigen Sonntag erzählen. Wer es so nachlesen möchte, wie es in der Bibel steht findet es im Johannesevangelium Kapitel 13 Verse 21-30.
Ich werde es etwas freier nacherzählen:

Mit einem Menschen, der einen verrät, will wohl niemand gerne etwas zu tun haben. Den Verrat verzeihen fällt oft schwer.
Ganz anders ist das bei Jesus:
Er feierte mit seinen Jüngern zusammen das Passafest. Das heißt: Sie saßen zusammen und aßen und tranken.
Dabei erinnerten sie sich an die Befreiung der Israeliten vor vielen hundert Jahren aus der Sklaverei in Ägypten. Damals hatte Gott eingegriffen und den mächtigen Pharao besiegt. Viele Juden erinnerten sich daran und dachten: „Ach, wenn Gott uns doch heute von den Römern befreien würde!“ –

Plötzlich mitten beim Essen sagte Jesus auf einmal: „Einer von euch wird mich verraten!“ – Erschrocken schwiegen die Jünger und blickten einander an. „Wer ist es? Wer ist der Verräter? – die Spannung in der Tischrunde lies sich beinahe mit Händen greifen. Alle Jünger waren bestürzt und verwirrt. Mit einem Verräter wollten sie nichts zu tun haben.
Aber Jesus schien das nichts auszumachen. Er wusste, dass ihn jemand verraten würde und doch hat er ihn zum Passafest eingeladen.
Ratlos blickten sich die Jünger an.
Mit verstohlenen Gesten und geflüsterte Worten versuchten sie mehr von Jesus zu erfahren.
„Es ist der, dem ich das Brot geben werde, das ich jetzt in die Schüssel eintauche!“ Dann tauchte Jesus das Brot ein und gab es Judas.
Von da an gehorchte Judas dem Bösen in sich mehr, als der mahnenden Stimme Jesu. Finsternis brach über ihn herein. Aufschub hatte keinen Sinn mehr. „Beeile dich und tu, was du tun musst!“ sagte Jesus zu Judas. Denn, wenn es geschehen musste, sollte es besser bald geschehen.

Keiner der anderen am Tisch verstand, was Jesus damit meinte.
Judas verließ den Raum. Vielleicht zweifelte er an seinem Plan. Aber es gab für ihn keinen Weg mehr zurück. Amen!
Verraten und enttäuscht – genau das geschieht hier mit Jesus. Und obwohl Jesus genau weiß, was Judas plant, schließt er ihn nicht aus. Drei Jahre haben ihn die Jünger, zu denen auch Judas gehört, begleitet. Sie sind der engste Kreis um ihn, seine Freunde.
Und jetzt plant Judas den Soldaten der Hohenpriester und den Römern den entscheidenden Wink zu geben, wann und  wo sie Jesus ohne Aufsehen verhaften können. Er wird ihnen in der Dunkelheit im Garten Gethsemane signalisieren, wer von den Freunden Jesus ist.

Jesus ist zutiefst erschüttert, dass einer von seinen Freunden sich zum Werkzeug seiner Feinde machen lässt.
Was Judas sich gedacht hatte, wissen wir nicht. Warum er das getan hat? Da können wir nur ahnen oder mutmaßen.
Vielleicht war er enttäuscht von Jesus, denn er hatte wie viele andere Menschen gehofft, das Jesus die Juden von der Herrschaft der Römer befreit, die Römer aus dem Land vertreibt und dann das alte Reich seiner Vorfahren David und Salomo wiederherstellt und als dessen König herrscht.
Das aber wollte Jesus ja auf gar keinen Fall.
Es ging Jesus darum Gottes Liebe unter den Menschen zu verkünden. Und uns so zu einem Leben nach Gottes Geboten zu bewegen.
Vielleicht wollte Judas Jesus zum Handeln drängen, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass Jesus sich kampflos verhaften lassen würde.
Judas kann sich nicht vorstellen, dass in Jesus Gottes Hilfe verborgen zu uns kommt, mitten in unsere alte Welt, ohne dass wir es zunächst wahrnehmen können.
Was genau die Motivation von Judas für seinen Verrat war, werden wir wohl nie erfahren.
Und uns bleibt nur zu glauben, es sei so, wie es uns zugesagt wird.

Aber was mich an dieser Geschichte immer wieder zugleich beeindruckt: Jesus sitzt mit seinem Verräter zusammen an einem Tisch. Er feiert mit ihm zusammen das Abendmahl. Er taucht den Bissen ein und gibt ihn Judas. Hier verweist Johannes in seinem Evangelium schon auf unsere Bedeutung des Abendmahls: Gott vergibt uns unsere Schuld und führt uns in die Gemeinschaft untereinander.

Eigentlich sitzt er ja sogar mit mehreren Verrätern am Tisch. Mit seinen Freunden, die ihn am Ende enttäuschen und verraten. Denn am Ende lassen ihn auch noch andere Jünger im Stich.

Jesus ahnt, dass auch andere Jünger bei seiner Verhaftung Angst bekommen und ihm nicht mehr beistehen werden. Trotzdem sammelt er sie um sich. Bis zum Schluss appelliert Jesus noch an Judas. Er sieht sein Herz. Er hofft, dass Judas doch zu ihm steht und ihn nicht verrät.
Aber Jesus weiß um unsere menschlichen Schwächen, er weiß um unseren Glauben, der manchmal verunsichert wird. Aber er sieht unser Herz und vergibt uns.
Bei seinen Jüngern hat er das ganz deutlich gemacht – im Vorhinein.
Das rechtfertigt nicht, dass wir Menschen enttäuschen oder verraten, aber manchmal passiert es: absichtlich und oft auch unabsichtlich. Das ist menschlich.

Darum macht mir die Geschichte Mut: Jesus kennt mein Herz und meine Gedanken und trotz meiner Schwächen lässt Jesus mich nicht fallen. Er kennt mich und nimmt mich in seine Gemeinschaft auf. Und wenn ich jemanden enttäusche oder verrate, dann muss ich mich nicht allein mit meiner Schuld herumschlagen. Ich kann es Jesus sagen, auch wenn es ein noch so großer Fehler ist. Ich muss darüber nicht verzweifeln. Genau dafür ist Jesus ans Kreuz gegangen. Damit wird mir die Vergebung Gottes gewiss. Aus Liebe zu mir, versöhnt Jesus uns mit Gott und uns selbst. Er führt uns in die christliche Gemeinschaft.

Das ist ein Gedanke, der die vor uns liegende Passionszeit prägt:
Wo bin ich an anderen Menschen und an mir selbst schuldig geworden?
Gelingt es mir mit Menschen, die mich einmal enttäuscht oder verraten haben wieder das Abendmahl zu feiern, so wie Jesus es uns vorgelebt hat?
Wie kann ich den Menschen, die mich enttäuscht oder verraten haben vergeben, so wie Jesus mir vergeben hat?

Amen!


Gebet
„Danke, Jesus, dass du aus Liebe für uns gestorben bist. Danke, dass du gerade für unsere Schuld und unser Versagen gestorben bist.
Manchmal sind die bösen Gedanken laut in uns, bitte hilf uns, uns für das Gute zu entscheiden. Und da, wo wir fallen, da brauchen wir nicht liegen bleiben. Danke, dass du uns zu dir in die Gemeinschaft führen willst.
Amen.“

Lied: So ist Versöhnung (JürgenWerth)

Liedtext:
Refrain:
So ist Versöhnung. So muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung. So ist Vergeben und Verzeihn.

1.Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht,
ein off`nes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß,
wie ein Blatt an toten Zweigen, ein ?Ich-mag-dich-trotzdem-Kuss?.

2.Wie ein Regen in der Wüste, frischer Tau auf dürrem Land,
Heimatklänge für Vermisste, alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis, wie in Seenot ?Land in Sicht?,
wie ein Weg aus der Bedrängnis, wie ein Strahlendes Gesicht.

3.Wie ein Wort von toten Lippen, wie ein Blick, der Hoffnung weckt,
wie ein Licht auf steilen Klippen, wie ein Erdteil, neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der Morgen, wie ein Lied, wie ein Gedicht,
wie das Leben, wie die Liebe, wie Gott selbst das wahre Licht.

So wird Versöhnung. So wird der wahre Friede sein.
So wird Versöhnung. So wird Vergeben und Verzeihn.


Abkündigungen
Am 25. Februar trifft sich das Presbyterium unserer Kirchengemeinde und berät im Rahmen der Vorgaben der NRW-Verordnung und der landeskirchlichen Vorgaben wann und wie wir Präsenzgottesdienste wieder aufnehmen können.
Das Ergebnis unserer Beratung erfahren Sie im nächsten Lesegottesdienst, über unsere Homepage und in der lokalen Presse.


Fürbittengebet

Wie gut, Gott, dass du uns Menschen siehst!
Du siehst alles Leid, das verborgene und das offensichtliche.

Wir bitten dich, schau auf
‒      die Flüchtenden und die nach Heimat Suchenden,
‒      die Arbeitslosen und die von der Arbeit Erdrückten,
‒      die an Leib und Seele Kranken
–      die vielen, die in und durch die Corona-Pandemie leiden
Schau und hilf uns,
zu lieben und zu beten – für uns und füreinander.

Wie gut, Gott, dass du uns Menschen hörst!
Du hörst alles Leiden, das verborgene und das zum Himmel schreiende.
Wir bitten dich, höre auf
‒      das Klagen der Geängstigten,
‒      das Schreien der Unterdrückten,
‒      das Stöhnen der Gefolterten,
‒      das Seufzen der Sterbenden.
Höre und hilf uns, zu lieben und zu kämpfen – für Gerechtigkeit und Frieden.

Wie gut, Gott, dass du uns Menschen treu bist!
Du bist bei uns in allem Leid und allen Leiden.
Wir bitten dich, bleibe bei uns und lass uns treu sein
‒      denen, die uns ihr Leid mitteilen,
‒      denen, die auf unsere Gebete warten,
‒      denen, die um unsere Freundschaft bitten,
‒      denen, die nach unserer Hoffnung fragen.
Bleibe bei uns und hilf uns, zu lieben und zu leben in dieser Zeit.

Gemeinsam beten wir:
Vater unser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung;
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft,
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Segen
Der Herr segne dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig,
der Herr (er) hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden                
Amen.

Lied: Du bist mein Zufluchtsort

Liedtext:
Du bist mein Zufluchtsort.

Ich berge mich in Deiner Hand,
denn Du schützt mich, Herr.
Wann immer mich Angst befällt, traue ich auf Dich.
Ja, ich trau auf Dich, und ich sage:
„Ich bin stark in der Kraft meines Herrn.“


Der Gottesdienst wurde zusammengestellt von Pfarrerin A. Ludwig
© 2021 Evangelische Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg Drensteinfurt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.