Stoffmasken sammeln – Aktion der Ev. Frauenhilfe Münster

Eine Aktion der Ev. Frauenhilfe im Kirchenkreis Münster für Flüchtlinge auf Lesbos

Vor gut einem Jahr wurde die Maskenpflicht eingeführt, und in den Kirchgengemeinden wurden
Tausende von Stoffmasken genäht, so dass Gummiband zu einem knappen Gut in der Pandemie
wurde.
Inzwischen liegen die Stoffmasken in der Schublade, weil jetzt medizinische oder FFP2 – Masken
gefordert werden.
Die Ev. Frauenhilfe des Bezirksverbandes Münster ruft daher zu einer Sammelaktion auf, um nicht
mehr benötigte Stoffmasken in das Flüchtlingslager auf Lesbos zu schicken, denn dort werden diese
nach wie vor dringend gebraucht.
Wer im Kirchenkreis Münster seine Stoffmasken für diesen Zweck abgeben möchte, kann das an der
Sammelstelle der Frauenhilfe Münster (Doris Ulmke, Ev. Friedensgemeinde Münster) und auch bei unseren Gemeindebüros in Ascheberg und Drensteinfurt tun.
Es wäre schön, wenn viele Masken für die Geflüchteten auf Lesbos zusammenkämen!
Bitte informieren Sie auch Freunde, Nachbarn und Bekannte von dieser Aktion. Danke fürs
Mitmachen!

Stoffmasken für Flüchtlingscamps auf Lesbos
In den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos fehlt es an allem. In der Zeltstadt leben
rund 7000 geflüchtete Menschen unter schwersten Bedingungen, rund 40 Prozent von ihnen sind
Kinder. Corona-Schutzmaßnahmen sind kaum einzuhalten, da können saubere Stoffmasken ein
wenig an der Krankheitsausbreitung helfen.
Bereits im März diesen Jahres hat die Frauenhilfe im Siegerland diese Sammelaktion erfolgreich
durchgeführt. Da Stoffmasken in den Flüchtlingscamps weiterhin benötigt werden, greift nun auch
die Frauenhilfe in Münster diese gute und einfache Idee auf.
Die Frauenhilfe hat Kontakt zum Verein „Hoffnung leben e. V.“, deren Vorsitzende Ursula Zednicek
sich um die Weitergabe der Stoffmasken kümmert. Vor Ort verteilen Freiwillige der NGO’s die
Stoffmasken, indem sie eine gebrauchte Maske gegen eine neue tauschen. Die eingesammelten
Masken werden von den Freiwilligen gewaschen und wieder ausgegeben. Es sei alles gut organisiert
und es werde verantwortlich mit diesem knappen Gut umgegangen, so berichtete Frau Zednicek.
Nähaktion war nicht umsonst
Viele Frauen, nicht nur in der Frauenhilfe, haben sich vor einem Jahr an die Nähmaschinen gesetzt
und fleißig Stoffmasken genäht als wichtige Corona-Schutzmaßnahme. Damals gab es noch kaum
medizinische Masken oder gar FFP2-Masken zu kaufen. Doch inzwischen sind diese bei uns
verpflichtend und die vielen Stoffmasken liegen ungenutzt in Schubläden und Schränken herum.
Da die Stoffmasken in den Flüchtlingszeltlagern wiederhin dringend gebraucht werden, war nicht
alles umsonst. Die große Nähaktion, die auch von den Mitgliedern der Frauenhilfe durchgeführt
worden war, kann nun weitere Früchte tragen.
Wieder einmal zeigt sich, wie gut es ist, sich mit verschiedenen Institutionen zu vernetzen, um
weltweit ein klein wenig helfen zu können. Hierbei können alle mitmachen.

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